Sand! Sand?
An der berühmten namibischen Skeleton Coast reichen die Dünen bis an den wilden Atlantik. Kilometerweit ziehen sich Dünenhänge ins Land, ein Sandmeer, wunderschön, wenn man es denn sehen kann. Das ist nämlich auch Konzessionsgebiet. Die Tiere dort sollen geschützt werden, zumindest solange, bis man genügend Geld auf den Tisch legt und eine geführte Tour oder einen Überflug bucht.

Ein paar Dünenausläufer sehen wir trotzdem an der Straße. Bodo kraxelt begeistert auf die nächste Düne. Endlich Sand! Auch im sandigen, trockenen Flussbett kann man toll fahren. Zumindest ein paar Meter, dann haben wir uns eingegraben. Egal. Abendessen, Bier zum Sonnenuntergang, schlafen, morgen ist genug Zeit zum buddeln und Luft ablassen.

Am nächsten Morgen…

Wir sind -> hier.
Über Sesfontain und Palmwag
In Sesfontain, von den Reiseführern als ehemaliges Zentrum deutscher Schutztruppen gepriesen, möchten wir uns mit Diesel und Lebensmitteln eindecken und dann Richtung Kaokoveld fahren. Zu unserer Enttäuschung gibt es aber hier nur ein paar Häuser, ein Luxushotel und einen Laden für Bier und Schnaps. Letzteres ist eigentlich ein Supermarkt, aber die entsprechenden Regale sind leer, für Obst und Gemüse sind die Anwohner hier wohl nicht zu begeistern.

Staubbedeckt und müde, ohne Lebensmittel und mit 45 Grad in unserem Wohnaufbau beschließen wir, abzudrehen und Richtung Meer zu fahren. Die Strecke führt an der Palmwag-Logde vorbei. Ein wunderschöner Landstrich, leider Konzessionsgebiet, d.h. für uns verboten. Für gutes Geld kann man sich hier allerdings einmieten und mit den hauseigenen Rangern Wildfahrten machen. Für besseres Geld wird man eingeflogen, man übernachtet in Luxuslodges und fliegt dann zu besagten Flusselefanten. Aber wie langweilig ist das denn!

Wir trödeln allein durch die wirklich tolle Landschaft und bekommen Gesellschaft von Schakalen, Bergzebras und Springböcken.

Dust-Bowls

Diese Straßenverhältnisse werden hier “Dust Bowl” genannt, in Wüstengegenden Nordafrikas unter “Fechfech” bekannt. Das sieht zwar so aus wie Sand, ist aber sehr feiner Staub. Beim ersten Schritt steht man bis zum Knöchel im dem Zeug, wird man dann hektisch, sinkt man nur noch tiefer ein.
Mit dem Auto ist es genau so. Obwohl wir langsam fahren, produzieren wir riesige Staubwolken. Aber der MAT arbeitet sich auch durch dieses Hindernis, zuverlässig wie immer.