19/02: Marrakesch, in der Werk-Stadt
Unser Anlasser macht wieder Schwierigkeiten und springt manchmal erst nach dem vierten oder fünften Versuch an. Wolfgang und Brigitte, die in wenigen Tagen Richtung Marokko starten, haben zwar in Deutschland bei Mercedes Benz einen neuen Magnetschalter für den Anlasser besorgt, es wird aber noch einige Zeit dauern, bis wir uns treffen. Da wir fürchten, dass unser Anlasser in Kürze an einer dann womöglich unpassenden Stelle seinen Geist komplett aufgibt, fahren wir erst mal zügig nach Marrakesch, um auf die Schnelle vor Ort einen Magnetschalter zu besorgen. Und die Stadt wollte ich mir ohnehin anschauen.
Wir finden einen Laden für Ersatzteile. Der Verkäufer schaut in den Fahrzeugbrief, dann in den Computer und hat in minutenschnelle das richtige Ersatzteil identifiziert. Allerdings soll der Magnetschalter auch hier über 150 Euro kosten, weil er (wie in Deutschland) nur als Original-Mercedes-Ersatzteil erhältlich ist – die Version von Bosch für 38 EURO, wer hätte es gedacht, ist auch hier nicht erhältlich. Der freundliche Verkäufer gibt uns den Tipp, es auf dem Schrottplatz zu versuchen und gibt uns gleich noch die Wegbeschreibung mit.

Nerven braucht´s schon im Straßenverkehr, die Stimmung ist aber friedlich.
Der Schrottplatz vor den Toren Marokkos ist eher eine kleine Stadt. In der Hauptstraße werden in großen Hallen lautstark Ersatzteile verhandelt, in den Gassen bieten kleine Läden alles an, was jemals irgendwo in irgendeinem Fahrzeug verbaut worden ist. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Nichts ist zu alt, um noch irgendwo Verwendung zu finden und nichts zu kaputt, um nicht doch noch repariert oder ausgeschlachtet zu werden. Autos, die bei uns nur Liebhaber-Garagen stehen, sind hier Normalität: Nachkriegsmodelle der Berliet- und Bedford-Laster, Mercedes-Benz 200/8, Ford-Transporter, Renault R4 und der unvermeidbare Peugeot 405.

Bodo und der Meister.
Wir werden zu Abdullah geschickt, der über zwei Räume voller Anlasser herrscht, komplett und in Teilen. Wir geben den Austausch des Magnetschalters in Auftrag (laut unserer Garage war das ja das Problem), verhandeln den Preis und los geht’s. Eine Stunde später ist der neue Magnetschalter eingebaut, wir starten – es geht nicht. Der Meister hört beim Startversuch zu und ruft empört: „Das ist nicht der Magnetschalter, das ist der Freilauf, hab ich ja gleich gesagt!“ Stimmt leider, und wir denken, das hört der einfach so? Nun gut, soll er den eben auch noch austauschen, hier ist das finanziell ja alles überschaubar. Ein entsprechendes Teil für unseren 1017 ist schnell gefunden und eingebaut, wir starten – einwandfrei. Das sind eben noch Fachleute.
Wir finden einen Laden für Ersatzteile. Der Verkäufer schaut in den Fahrzeugbrief, dann in den Computer und hat in minutenschnelle das richtige Ersatzteil identifiziert. Allerdings soll der Magnetschalter auch hier über 150 Euro kosten, weil er (wie in Deutschland) nur als Original-Mercedes-Ersatzteil erhältlich ist – die Version von Bosch für 38 EURO, wer hätte es gedacht, ist auch hier nicht erhältlich. Der freundliche Verkäufer gibt uns den Tipp, es auf dem Schrottplatz zu versuchen und gibt uns gleich noch die Wegbeschreibung mit.

Nerven braucht´s schon im Straßenverkehr, die Stimmung ist aber friedlich.
Der Schrottplatz vor den Toren Marokkos ist eher eine kleine Stadt. In der Hauptstraße werden in großen Hallen lautstark Ersatzteile verhandelt, in den Gassen bieten kleine Läden alles an, was jemals irgendwo in irgendeinem Fahrzeug verbaut worden ist. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Nichts ist zu alt, um noch irgendwo Verwendung zu finden und nichts zu kaputt, um nicht doch noch repariert oder ausgeschlachtet zu werden. Autos, die bei uns nur Liebhaber-Garagen stehen, sind hier Normalität: Nachkriegsmodelle der Berliet- und Bedford-Laster, Mercedes-Benz 200/8, Ford-Transporter, Renault R4 und der unvermeidbare Peugeot 405.

Bodo und der Meister.
Wir werden zu Abdullah geschickt, der über zwei Räume voller Anlasser herrscht, komplett und in Teilen. Wir geben den Austausch des Magnetschalters in Auftrag (laut unserer Garage war das ja das Problem), verhandeln den Preis und los geht’s. Eine Stunde später ist der neue Magnetschalter eingebaut, wir starten – es geht nicht. Der Meister hört beim Startversuch zu und ruft empört: „Das ist nicht der Magnetschalter, das ist der Freilauf, hab ich ja gleich gesagt!“ Stimmt leider, und wir denken, das hört der einfach so? Nun gut, soll er den eben auch noch austauschen, hier ist das finanziell ja alles überschaubar. Ein entsprechendes Teil für unseren 1017 ist schnell gefunden und eingebaut, wir starten – einwandfrei. Das sind eben noch Fachleute.