Foto Regenzeit 1

Die Zeit drängt, wir müssen weiter und dieses Tierparadies verlassen. Im April beginnt die Regenzeit in Kenia. Schon auf dem Weg in den Süden fängt es an zu schütten. Neben den Straßen sind Sturzbäche, die rote Erde verwandelt sich in große Matschflächen, Mensch und Vieh drücken sich unter die kleinen Vordächer der Hütten. Als wir vor nur wenigen Wochen in Äthiopien ankamen, haben wir über die Leute mit den Regenschirmen gelacht - jetzt wissen wir, wie sinnvoll so ein Ding sein kann.

Foto Regenzeit 1

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem Auto von Äthiopien nach Kenia zu kommen. Die landschaftlich schönere Strecke führt am Lake Turkana vorbei. Wenn es zu viel regnet, wird diese Strecke allerdings unbefahrbar. Man kann sich nach jedem Regen aussuchen, ob man ein paar Tage wartet, bis die Erde wieder trocken ist oder sein Auto aus dem Schlamm buddelt. Außerdem gibt es an der Grenzstation keinen Einreisestempel für Kenia. Den muss man sich in Nairobi besorgen und bis dahin ist man mehr oder weniger illegal im Land.

Die Hauptpiste mit offizieller Grenzstation führt über Moyale und Marsabit naxh Isiolo. Diese Piste soll allerdings in einem fürchterlichen Zustand sein. Typisch für Afrika ist, dass wir keine richtige Information über diese Piste bekommen, selbst von Leuten nicht, die gerade nordwärts über die Straße nach Äthiopien kamen. Manche zucken nur die Schulter, andere sprechen von der schrecklichsten Erfahrung ihres Lebens.

Da es munter weiter regnet und damit die Turkana-Strecke für uns ins Wasser fällt, werden wir es ja bald selber wissen.