15/06: Kenia: Adieu Kenia
Drei Wochen wollten wir bleiben, zwei Monate sind daraus geworden. Heute fahren wir zur tansanischen Grenze und lassen ein Land hinter uns, mit dem ich mich schwer getan habe, das aber trotzdem meine erste und intensive Erfahrung mit dem afrikanischen Afrika war. Schwarz sind die Menschen auch im Sudan, aber das ist noch Arabien. Auch die Äthiopier sind mittelbraun, aber Äthiopien, also, das ist eben Äthiopien. Hier in Kenia dann: Dicke Mamas verkaufen gerösteten Mais an der Straße, lautstarker Gesang tönt aus Kirchen und Hallen, Gruppen von Schulkindern in weißen Kniestrümpfen winken uns zu. Überall tönt uns ein fröhliches "Jambo" entgegen, meist will uns dann jemand etwas verkaufen. Ruhe hatten wir in Kenia eigentlich nie und es ist das erste Land, in dem wir meist in bewachten Camps stehen.

Kurz vor der Grenze sehen wir eine Cessna mehrfach durchstarten und machen uns auf die Suche nach der Flugschule. Wir finden den Flieger auch, aber der Pilot schläft neben seiner Maschine, während die Dorfjugend die Technik bestaunt. Wir werden von der Dorfabordnung freudig begrüßt und der ansässige Priester erklärt uns stolz, hier in Kadjiado käme jetzt auch der Fortschritt. Nach ein paar Minuten taucht ein teurer Mercedes auf, ein Geschäftsmann hat einen Flug nach Nairobi gebucht. Und so verschwindet zwar die Cessna schnell wieder aus dem Dorf, nicht aber die Hoffnung. Der Priester möchte sich in den nächsten Wochen eine Email einrichten, dann sollen wir ihm die Fotos schicken. Machen wir!
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Kurz vor der Grenze sehen wir eine Cessna mehrfach durchstarten und machen uns auf die Suche nach der Flugschule. Wir finden den Flieger auch, aber der Pilot schläft neben seiner Maschine, während die Dorfjugend die Technik bestaunt. Wir werden von der Dorfabordnung freudig begrüßt und der ansässige Priester erklärt uns stolz, hier in Kadjiado käme jetzt auch der Fortschritt. Nach ein paar Minuten taucht ein teurer Mercedes auf, ein Geschäftsmann hat einen Flug nach Nairobi gebucht. Und so verschwindet zwar die Cessna schnell wieder aus dem Dorf, nicht aber die Hoffnung. Der Priester möchte sich in den nächsten Wochen eine Email einrichten, dann sollen wir ihm die Fotos schicken. Machen wir!