13/12: Anfahrt [mit Reiseinfos]
Da wir noch unsere Eltern in Erftstadt (Köln) und Saarbrücken besucht hatten, starten wir unsere Reise im französischen Forbach, überqueren im Gotthard-Tunnel die Schweizer Alpen, fahren über Milano bis nach Genova (Genua) und dort direkt in den Fährhafen.
In Berlin hatten wir versucht herauszufinden, was uns der Autobahn-Spaß für unseren Campingcar-LKW in Frankreich, Schweiz und in Italien kosten würde - vergeblich. Hier also die Info für diejenigen, die mit einem ähnlichen Auto die Strecke fahren:
Autobahninfos Frankreich - Schweiz - Italien
- Péage in Frankreich auf dem Streckenabschnitt Metz - Strassbourg (ansonsten frei): 10,60 Euro
Diesel kostet aktuell 1,02 Euro, wenn man die Autobahn für ein größeres Einkaufszentrum verlässt. An der Autobahn selber kostet Diesel auch gerne 1,18 Euro, dafür kann man auf den Autobahn-Raststätten kostenlos und gut übernachten.
- Schwerlastabgabe (PSVA) in der Schweiz: man kann für 25 Euro einen Tag durch die Schweiz fahren. Jeder weitere einzelne Tag kostet dann aber wieder 25 Euro. Wir wählten die zweite Möglichkeit: für 32 Euro ein "Zehnerticket".
Übernachten auf Rastplätzen mit Restaurant kostet 16 Euro. Das haben wir uns gespart und haben auf einem kleinen Rastplatz kostenlos gestanden.
Die Schweizer Grenzbeamten sind sehr freundlich und erklären geduldig immer wieder ihre eigenen Formulare. Genauer kontrollieren wollten sie unseren LKW nicht.
Einen lustigen Trick haben die Schweizer: Wenn es eng wird in den Tunneln (vor uns gab es angeblich einen Erdrutsch nahe des Gotthard-Tunnels), werden die LKW auf Rastplätze geleitet und dort in mehreren Spuren geparkt. So sollten wir 4 Stunden warten, aber kaum hatten wir leckere Ravioli auf dem Herd stehen und ein gemütliches Gespräch mit den rumänischen Truckern im italienischen Feinkost-LKW hinter uns angefangen hatten, gings natürlich schnell schnell weiter. Aber Ravioli schmecken auch auf dem Bock ganz köstlich.

- Italienische Maut: bis Como 1,80 Euro, bis Milano 2,50 Euro und bis Genua 8,10 Euro. Insgesamt also 12,40 Euro.
Übernachtet haben wir hier nicht, aber dafür gabs in einem Autogrill (tolles Wort!) ein schreckliches Sandwich für 5 Euro und mehrere super Kaffees für 1,20 Euro. Kaffee ist wahrscheinlich als italienisches Grundnahrungsmittel staatlich subventioniert.
Fähre Genua - Tunis
Im Fährhafen Genua kann man, wenn auch nicht schön, so doch kosten- und problemlos übernachten.
Die Fähre Genua - Tunis kostete one-way / einfach 406 Euro für den LKW und uns zwei Personen im Pullmann-Sessel, also ohne Kabine. Hin- und zurück ist nicht günstiger, als die Tickets einzeln zu kaufen. Die Fähre startet Mittwochs um 18.00 Uhr und Samstags um 15.00 Uhr. Die Tickets lassen sich im Voraus problemlos im Internet buchen, man kann sie aber auch vor Ort kaufen. Unser LKW ist 4,20 m hoch und passt gut hinein. Die Länge scheint keine Rolle zu spielen; auf unserem Ticket standen 5 Meter, obwohl wir bei der Buchung die richtigen 6,20 m angegeben hatten. Die Überfahrt dauert nach Plan 24 Stunden, wir hatten ruhige See und waren nach 22 Stunden in Tunis.

Die Grenzformalitäten in Tunis sind übersichtlich. Schon auf dem Boot bekommt man die notwendigen Papiere zum Ausfüllen. Im Hafen reichte den tunesischen Zöllnern schon ein Blick in den LKW. Glück für uns und unseren Alkoholvorrat. Nach 20 Minuten entspannter Zollabfertigung standen wir vor den Hafentoren und auf tunesischem Grund.
Alle orientalische Gelassenheit endet allerdings beim verlassen der Fähre. Hier herrscht Krieg. Jeder Millimeter wird ausgenutzt, wer hupen kann, hupt und zum Schimpfen brauchts keinen Grund. Der kleinste Peugeot legt sich mit uns an, erstaunlich, wird er doch gegen uns verlieren. Bodo machts Spaß und ist fast enttäuscht, als wir in Tunis in den ersten Kreisverkehr einbiegen. Die Tunesier fahren nämlich, kaum aus dem Hafen, für südliche Verhältnisse sehr entspannt.
Von Berlin über Köln, Saarbrücken und all die Stationen bis Genua haben wir 1405 Km auf dem Tacho. Und wir freuen uns jetzt auf Sonne, Sand, Meer und den tunesischen Dieselpreis von 0,47 Euro den Liter.

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In Berlin hatten wir versucht herauszufinden, was uns der Autobahn-Spaß für unseren Campingcar-LKW in Frankreich, Schweiz und in Italien kosten würde - vergeblich. Hier also die Info für diejenigen, die mit einem ähnlichen Auto die Strecke fahren:
Autobahninfos Frankreich - Schweiz - Italien
- Péage in Frankreich auf dem Streckenabschnitt Metz - Strassbourg (ansonsten frei): 10,60 Euro
Diesel kostet aktuell 1,02 Euro, wenn man die Autobahn für ein größeres Einkaufszentrum verlässt. An der Autobahn selber kostet Diesel auch gerne 1,18 Euro, dafür kann man auf den Autobahn-Raststätten kostenlos und gut übernachten.
- Schwerlastabgabe (PSVA) in der Schweiz: man kann für 25 Euro einen Tag durch die Schweiz fahren. Jeder weitere einzelne Tag kostet dann aber wieder 25 Euro. Wir wählten die zweite Möglichkeit: für 32 Euro ein "Zehnerticket".
Übernachten auf Rastplätzen mit Restaurant kostet 16 Euro. Das haben wir uns gespart und haben auf einem kleinen Rastplatz kostenlos gestanden.
Die Schweizer Grenzbeamten sind sehr freundlich und erklären geduldig immer wieder ihre eigenen Formulare. Genauer kontrollieren wollten sie unseren LKW nicht.
Einen lustigen Trick haben die Schweizer: Wenn es eng wird in den Tunneln (vor uns gab es angeblich einen Erdrutsch nahe des Gotthard-Tunnels), werden die LKW auf Rastplätze geleitet und dort in mehreren Spuren geparkt. So sollten wir 4 Stunden warten, aber kaum hatten wir leckere Ravioli auf dem Herd stehen und ein gemütliches Gespräch mit den rumänischen Truckern im italienischen Feinkost-LKW hinter uns angefangen hatten, gings natürlich schnell schnell weiter. Aber Ravioli schmecken auch auf dem Bock ganz köstlich.

- Italienische Maut: bis Como 1,80 Euro, bis Milano 2,50 Euro und bis Genua 8,10 Euro. Insgesamt also 12,40 Euro.
Übernachtet haben wir hier nicht, aber dafür gabs in einem Autogrill (tolles Wort!) ein schreckliches Sandwich für 5 Euro und mehrere super Kaffees für 1,20 Euro. Kaffee ist wahrscheinlich als italienisches Grundnahrungsmittel staatlich subventioniert.
Fähre Genua - Tunis
Im Fährhafen Genua kann man, wenn auch nicht schön, so doch kosten- und problemlos übernachten.
Die Fähre Genua - Tunis kostete one-way / einfach 406 Euro für den LKW und uns zwei Personen im Pullmann-Sessel, also ohne Kabine. Hin- und zurück ist nicht günstiger, als die Tickets einzeln zu kaufen. Die Fähre startet Mittwochs um 18.00 Uhr und Samstags um 15.00 Uhr. Die Tickets lassen sich im Voraus problemlos im Internet buchen, man kann sie aber auch vor Ort kaufen. Unser LKW ist 4,20 m hoch und passt gut hinein. Die Länge scheint keine Rolle zu spielen; auf unserem Ticket standen 5 Meter, obwohl wir bei der Buchung die richtigen 6,20 m angegeben hatten. Die Überfahrt dauert nach Plan 24 Stunden, wir hatten ruhige See und waren nach 22 Stunden in Tunis.

Die Grenzformalitäten in Tunis sind übersichtlich. Schon auf dem Boot bekommt man die notwendigen Papiere zum Ausfüllen. Im Hafen reichte den tunesischen Zöllnern schon ein Blick in den LKW. Glück für uns und unseren Alkoholvorrat. Nach 20 Minuten entspannter Zollabfertigung standen wir vor den Hafentoren und auf tunesischem Grund.
Alle orientalische Gelassenheit endet allerdings beim verlassen der Fähre. Hier herrscht Krieg. Jeder Millimeter wird ausgenutzt, wer hupen kann, hupt und zum Schimpfen brauchts keinen Grund. Der kleinste Peugeot legt sich mit uns an, erstaunlich, wird er doch gegen uns verlieren. Bodo machts Spaß und ist fast enttäuscht, als wir in Tunis in den ersten Kreisverkehr einbiegen. Die Tunesier fahren nämlich, kaum aus dem Hafen, für südliche Verhältnisse sehr entspannt.
Von Berlin über Köln, Saarbrücken und all die Stationen bis Genua haben wir 1405 Km auf dem Tacho. Und wir freuen uns jetzt auf Sonne, Sand, Meer und den tunesischen Dieselpreis von 0,47 Euro den Liter.
