28/02: Sudan: Am Nil entlang II

Die kleinen sudanesischen Dörfer versetzen uns in Erstaunen. Es ist blitzsauber, die Böden sind gefegt, die kleinen Bäume werden gestützt, die Beete sind eingerahmt und weit und breit ist kein Müll zu sehen. Wenn man aus Ägypten kommt, ist das hier ein anderer Planet.
Die Lehm-Häuser werden mit flüssigem Lehm verputzt, der dann farbig angestrichen wird. Das ganze sieht aus wie Zuckerguss. Die Türen werden farbig passend bemalt. Da wir im LKW etwas höher sitzen, können wir über die Mauern in die Höfe gucken, und auch wenn das etwas unhöflich ist, riskiere ich doch hier und da einen Blick und sehe sauber gefegte Innenhöfe, in denen die Frauen das Essen vorbereiten, mit den Kindern spielen oder mit den Nachbarinnen plauschen. Kann das Leben hier so schön sein, wie es aussieht?

Der größte Unterschied zu Ägypten liegt in der Freundlichkeit der Menschen. Die Sudanesen sind herzlich, kontaktfreudig, ohne aufdringlich zu sein, höflich und bescheiden. Sie freuen sich sehr, wenn man ihr Land mag und daher sind die Zauberworte auf sudanesich-arabisch: sudan quiss (der Sudan ist schön) und sudan miamia (der Sudan ist perfekt).
26/02: Sudan: Am Nil entlang

Wir fahren den Nil entlang. Wie wunderschön ist es hier! Der Nil hält alle Versprechen und übererfüllt alle Erwartungen. Das Wasser fließt breit und träge vorbei, nur zwischen den Felsinseln kräuseln Strudel die Wasseroberfläche. Am Ufer wechseln sich Sandbänke mit Feldern, Wiesen und Palmen ab. Alle hundert Meter hört man das rythmische Stampen der Wasserpumpen, ansonsten gibt es nur Vogelgezwitscher.
Der besondere Reiz hier ist die tiefgrüne Fruchtbarkeit der Nilufer, die im krassen Gegensatz zu der sandigen und kargen Wüste steht, die hinter den Feldern beginnt. Himmel und Hölle, direkt neben einander.

Wir sind alleine, nur ein paar Nilbauern pflügen ihren Acker oder reiten auf dem Muli vorbei. Hier ist die Zeit stehen geblieben, abgesehen von den Wasserpumpen und Energiesparlampen ist alles so, wie es wohl seit Jahrhunderten ist.

Nach einer Nacht voller Stechmücken und Gedanken an Rififi und MAT starten wir in Assuan zur Personenfähre. Wir sind früh da, denn wir werden an Deck schlafen und es wird voll werden. Die Ausreise für uns Europäer ist unkompliziert, es gibt zwar jede Menge Stempel und wirklich unsinnigen Papierkram (z.B. wird ein Essen-Gutschein gegen einen gleichwertigen Gutschein eingetauscht, das zuvor gekaufte Ticket wird am nächsten Schalter weggeworfen etc.), aber die Menschen sind freundlich, und wir sind nach wenigen Minuten auf dem Schiff.
Nach uns kommen die Fahhradfahrer der Tour d´Afrique, 50 von ihnen schlafen in Kabinen und 25 mit uns auf dem Deck. Die Fahrräder werden an der Reling angeschlossen, das bringt die ankommenden sudanesischen Händler in Bedrängnis, die dort normalerweise ihre Kartons mit Fernsehern, Damenwäsche und Haushaltsgeräten stapeln. Also nutzen sie ihre Ware kurzerhand dazu, eine Moschee mitten auf dem Deck zu bauen, direkt vor unserer Schlafstelle. So haben wir angenehme Nachbarn, die sich mehrmals am Tag nach Osten verneigen, umgeben von Gebrauchswaren Made in China.

Auf Deck - vorher

Auf Deck - nachher
Die Nacht ist lang und kühl, die Stimmung gut, und im Morgengrauen erreichen wir Abu Simbel. Alle Passagiere zücken ihre Handies, Europäer wie Sudanesen, um den Augenblick fotografisch festzuhalten. Mittags überholen wir den Ponton und winken unserem Katzmaten zu, eine Stunde später sind wir in Wadi Halfa, Sudan. Die Organisatoren der Fahrradtour bestehen darauf, dass ihre 75 Pässe bevorzugt behandelt werden, also müssen wir sechs anderen Europäer zwei Stunden warten. Die Truckfahrer der Fahrradtour parken ihre LKWs im Hafen genau vor den unseren, obwohl daneben noch Platz gewesen wäre und versperren uns damit (bewusst) den Ausgang. Da fragt man sich doch: Ignoranz oder Boshaftigkeit? Wir beschließen, diese Idioten zu ignorieren und uns auf das zu freuen, was vor uns liegt: wir sind im Sudan!

Das ist der Hafen von Wadi Halfa: ein Felsen und viel Natur...
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Tipps und Infos
Die besten Plätze sind unter den Rettungsbooten, das hat man uns eingebläut, aber Bodo findet noch einen windgeschützten Platz mitten auf dem Deck vor einer abgeschlossenen Tür. Tagsüber ist es sehr heiß, es empfiehlt sich die Mitnahme einer Plane und Gurten, um sich einen Sonnenschutz zu bauen. Unter den Rettungsbooten erübrigt sich das natürlich. Nachts kann es kalt und windig werden, daher braucht man auch warme Klamotten und Schlafsäcke. Eine Leselampe, Trinkwasser und Knabbergebäck vervollständigen das Gepäck.
Mit dem Essensgutschein kann man sich nachmittags oder abends eine Mahlzeit in der Bordküche holen. Bei uns gab es Hähnchen, Gemüse und Reise und es war - entgegen zahlreicher Warnungen im Internet - sehr lecker. Softgetränke kosten 2 Pfund, ansonsten gibt es nichts zu kaufen. Morgens kann man frühstücken, und Kaffee und Tee ist umsonst.
Die Damen-Toiletten waren bis zum Schluss gut benutzbar, die Herrentoilette hatte wohl ein Wasserproblem.
Wir waren um 9 Uhr auf dem Boot und blieben mit ein paar anderen Travellern bis Mittags allein. Dann allerdings wurde es sehr voll, da viele sudanesische Händler ihre Waren mitbrachten und stapelten. Die Stimmung war von Anfang an gut, wurde aber am Morgen nach durchstandener kühler Nacht sehr herzlich.
Abends muss man seinen Pass beim Käptain abgeben. Man bekommt den Pass dann morgens kurz vor Ankunft im Restaurant wieder. Ebenfalls abends findet die medizinische Untersuchung statt: ein Funkthermometer wird ins Ohr gesteckt. Wir haben uns köstlich amüsiert.
Wir bleiben einige Tag in Assuan, denn die Fähre von Assuan nach Wadi Halfa (Sudan) muss organisiert werden. Die Landwege von Ägypten in den Sudan sind leider geschlossen, also muss man sein Gefährt und sich selbst verschiffen. Das ist kompliziert und teuer.
Für unseren MAT bezahlen wir 5000 Pfund (ca. 1250 Euro). Der LKW muss auf einen Ponton gefahren werden und startet einen Tag früher als die Personenfähre, damit beide Schiffe gleichzeitig in Wadi Halfa ankommen. Für den Katzmat bedeutet das 3 Tage allein im MAT, wenn alles gut geht. Wohl ist uns dabei nicht, denn wir wissen, dass er alle Breckies in der ersten Stunde auffressen wird, egal, wie viel wir ihm hinstellen. Schlimmer ist es für Tara, den Hund von Erich und Alexandra, denn der braucht regelmässig Futter und Ausgang. Der örtliche Organisator verspricht eine gute Betreuung des Hundes, und so starten Bodo und Erich am Sonntag morgen ins Abenteuer Auto verladen.

Der Ponton sieht genau so aus, wie man es aus afrikanischen Dokumentationen kennt und bei denen man gedacht hat: das kann doch nie gut gehen. Vor unseren Autos fahren zwei große Trucks mit der Aufschrift "Tour d´Afrique" auf das Boot. Die Fahrer stellen ihre Fahrzeuge hin, wie es ihnen passt, schließen ab und gehen. Sie haben so genial geparkt, dass wir noch fünf Stunden brauchen, um unsere Autos einigermaßen akzeptabel dazwischen zu quetschen. Erich holt sich einige Beulen und unser MAT hängt hinten etwas über die Ladefläche hinaus.

Wer sind diese Idioten von Truckfahrern? Sie fahren die Versorgungsfahrzeuge für eine organisierte Fahrrad-Tour von Kairo nach Kapstadt. Fast 80 Fahrradfahrer aus der ganzen Welt werden uns auf der Fähre inklusive ihrer Fahrräder begleiten. Na, da sind wir ja mal gespannt...
Für unseren MAT bezahlen wir 5000 Pfund (ca. 1250 Euro). Der LKW muss auf einen Ponton gefahren werden und startet einen Tag früher als die Personenfähre, damit beide Schiffe gleichzeitig in Wadi Halfa ankommen. Für den Katzmat bedeutet das 3 Tage allein im MAT, wenn alles gut geht. Wohl ist uns dabei nicht, denn wir wissen, dass er alle Breckies in der ersten Stunde auffressen wird, egal, wie viel wir ihm hinstellen. Schlimmer ist es für Tara, den Hund von Erich und Alexandra, denn der braucht regelmässig Futter und Ausgang. Der örtliche Organisator verspricht eine gute Betreuung des Hundes, und so starten Bodo und Erich am Sonntag morgen ins Abenteuer Auto verladen.

Der Ponton sieht genau so aus, wie man es aus afrikanischen Dokumentationen kennt und bei denen man gedacht hat: das kann doch nie gut gehen. Vor unseren Autos fahren zwei große Trucks mit der Aufschrift "Tour d´Afrique" auf das Boot. Die Fahrer stellen ihre Fahrzeuge hin, wie es ihnen passt, schließen ab und gehen. Sie haben so genial geparkt, dass wir noch fünf Stunden brauchen, um unsere Autos einigermaßen akzeptabel dazwischen zu quetschen. Erich holt sich einige Beulen und unser MAT hängt hinten etwas über die Ladefläche hinaus.

Wer sind diese Idioten von Truckfahrern? Sie fahren die Versorgungsfahrzeuge für eine organisierte Fahrrad-Tour von Kairo nach Kapstadt. Fast 80 Fahrradfahrer aus der ganzen Welt werden uns auf der Fähre inklusive ihrer Fahrräder begleiten. Na, da sind wir ja mal gespannt...
20/02: Assuan - Portrait

Ein Kamelhändler auf dem wöchentlichen Kamelmarkt

Heute gönnen wir uns eine Tagesfahrt mit dem typischen Nil-Segelboot, der Feluka. Unser Campbesitzer Aschraf ist gleichzeitig stolzer Besitzer und Captain einer blitzblank gepflekten Feluka aus Holz. Das Deck ist mit Matratzen und Kissen ausgelegt, ein Sonnendach spendet Schatten. Das Boot ist aus Holz und weiß lackiert. Das Segel ist ein auf der Spitze stehendes Dreieck und es gibt keinen Motor. Der Wind bläst immer gleich den Nil hinunter, also kann man Nilabwärts prima segeln und muss dann Nilaufwärts kreuzen.
Neben unserem Capitain ist sein kleiner Sohn Mohammad, sein Cousin und ein Koch an Bord. Wir segeln ruhig und entspannt an Palmenhainen vorbei, an Sanddünen und Felsinseln. Wir sehen die aus pharaonischer Zeit stammenden Gräber der Reichen, das erst vor ein paar Jahren fertig gestellte Grab der Begun, das nubische Dorf und Elephantine Island. Besonders spannend finde ich das Nilometer: früher wurde in einer zylindrischen Vertiefung der Höchststand des Niles gemessen, nicht aus wissenschaftlicher Neugier, sondern um die Steuern für die Bauern berechnen zu können.

Nachmittags legen wir am Ufer an und essen Fisch, Reis und Salat. Köstlich. Bei Sonnenuntergang sind wir zurück, fahren im offenen Pickup zum Camp und lassen den Tag mit ein paar Bier ausklingen.
Info: Camping und Organisation von Feluka-Fahrten. Sahlol Familiy, Capitain Aschraf, Aswan - West Bank, mobil: 002 012 28 86 775
Man kann mit bis zu 12 Personen auf der Feluka fahren. Bei mehrtägigen Trips wird auf dem Boot übernachtet: Sternenhimmel über dem Nil.
15/02: Assuan - Stuermische Zeiten

In Assuan steuern wir einen bekannten Traveller-Treffpunkt an: Adams Camp. Reisenden von Nord nach Süd treffen hier normalerweise auf diejenigen, die von Süd nach Nord unterwegs sind und tauschen Neuigkeiten aus.
Aber Adams Camp ist verlassen. Wie wir später erfahren, hat sich der Besitzer in Schmuggelgeschichten hineinziehen lassen und ist dabei erwischt worden. Glücklicherweise hat nur ein paar hundert Meter weiter ein neues Camp aufgemacht. Ein Junge steigt zu uns ins Auto und zeigt uns den Weg. Er ist sehr schlank, seine Bewegungen sind sanft, seine Stimme leise. Dabei lächelt er ruhig und schaut uns freundlich direkt in die Augen. Das ist unsere erste Begegnung mit einem Nubier und der Gegensatz zu den hektischen, lauten Ägyptern ist groß.
Auf dem Campingplatz wundern wir uns, dass es weder Strom noch Wasser gibt. Der Campbesitzer Aschraf erklärt uns: vor zwei Tagen gab es einen Sturm mit heftigen Regengüssen. Darauf sind die Menschen hier nicht eingerichtet. Auf der sandigen Westseite des Nils, auf der auch wir uns befinden, floss das Wasser durch den Ort, beschädigte die Lehmhäuser und versetzte die Einwohner in Angst und Schrecken.
Die Ostseite mit der Stadt Assuan traf es noch härter: die Hütten sind auf Fels gebaut, das Wasser raste in Stromschnellen die Berge hinunter und durch die Straßen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Im Landesinnern knickten die Strommasten wie Strohhalme um, die Strom- und auch die Wasserversorgung für die gesamte Region brach zusammen.
Jetzt schärft sich unser Blick: die Lehmhäuser hier sind nicht ungepflegt, die Schäden sind neu. Die Frauen, die so malerisch am Nil Wasser holen, haben das seit Jahren nicht mehr getan. Die großen Schläuche, aus denen Wasser auf die Straße gepumpt wird, leeren die vollgelaufenen Häuser und sind keine ägyptische Fehlplanung der Feldbewässerung.
Abends bleibt das Dorf dunkel, nur einzelne Autoscheinwerfer zeigen an, wo die Männer in den Pickups organisieren und reparieren. Wir können auch etwas helfen: zwei Säcke voller Kleidung für diejenigen, die viel verloren haben. Danke an die Spender in Deutschland!
14/02: Assuan - Burger mit Aussicht

Hier in Assuangibt es das schönste MacDonalds überhaupt: direkt am Nil, mit Blick auf Wasser, Dünen und Palmen und die vielen Feluken (Segelboote). Und billig ist es auch.
11/02: Luxor - Theben
Natürlich besuchen wir das Tal der Könige und Königinnen am Westufer des Nils, Luxor gleich gegenüber.

Obwohl beeindruckend, ist diese Anlage so Massentourismus-Optimiert, dass man sich vorkommt wie in Disneyland oder Las Vegas. Man wird vom Ticketschalter (bezahlen) zum bescheuerten Kleinzug (bezahlen) zum Eingang (Ticket vorzeigen) zu weiteren Gräbern / Kammern / Ebenen (bezahlen) und wieder zum Ausgang (ein Basar) geschleust. Und Kameras sind meist verboten.

Einziger Lichtblick: In der Grabkammer Ramses VI sind Alexandra und ich alleine. Ein Aufseher winkt uns hinter die Absperrungen und erklärt uns die wirklich unglaublich gut erhaltenen Wandreliefs.
5 Stunden versuche ich, ein Gefühl für diese Anlagen zu bekommen und ein Foto zu machen, ohne dass mir ein Japaner ins Bild läuft. Beides scheint unmöglich. Eine völlig überteuerte Cola rundet das Bild ab. Ich bin froh, dass ich die Anlagen sehen konnte und gleichzeitig ärgere ich mich, diesen Zirkus mitgemacht zu haben.

Obwohl beeindruckend, ist diese Anlage so Massentourismus-Optimiert, dass man sich vorkommt wie in Disneyland oder Las Vegas. Man wird vom Ticketschalter (bezahlen) zum bescheuerten Kleinzug (bezahlen) zum Eingang (Ticket vorzeigen) zu weiteren Gräbern / Kammern / Ebenen (bezahlen) und wieder zum Ausgang (ein Basar) geschleust. Und Kameras sind meist verboten.

Einziger Lichtblick: In der Grabkammer Ramses VI sind Alexandra und ich alleine. Ein Aufseher winkt uns hinter die Absperrungen und erklärt uns die wirklich unglaublich gut erhaltenen Wandreliefs.
5 Stunden versuche ich, ein Gefühl für diese Anlagen zu bekommen und ein Foto zu machen, ohne dass mir ein Japaner ins Bild läuft. Beides scheint unmöglich. Eine völlig überteuerte Cola rundet das Bild ab. Ich bin froh, dass ich die Anlagen sehen konnte und gleichzeitig ärgere ich mich, diesen Zirkus mitgemacht zu haben.
08/02: Luxor - Karnak
Wir sind auf einem Campingplatz mitten in Luxor, fast neben der Tempelanlage von Karnak. Also gehts auch gleich dahin.

Über eine Alle von "widderköpfinge Sphingen" (Reiseführer) gelangt man in einen großen Saal mit riesigen Säulen voller Reliefs. Die Säulen stehen so dicht und sind so hoch, dass man nur hochkant fotografieren kann. Überall Hieroglyphen und große Abbildungen, leider habe ich keine Ahnung, was da alles steht. Für mich ist es nur hübsch, aber ich stelle mir vor, wie es wäre, könnte man das einfach so lesen und sich darüber amüsieren, was der eine Pharao über den anderen zu sagen hat.

Über eine Alle von "widderköpfinge Sphingen" (Reiseführer) gelangt man in einen großen Saal mit riesigen Säulen voller Reliefs. Die Säulen stehen so dicht und sind so hoch, dass man nur hochkant fotografieren kann. Überall Hieroglyphen und große Abbildungen, leider habe ich keine Ahnung, was da alles steht. Für mich ist es nur hübsch, aber ich stelle mir vor, wie es wäre, könnte man das einfach so lesen und sich darüber amüsieren, was der eine Pharao über den anderen zu sagen hat.
07/02: Kulturschock in Luxor
Ein Kulturschock erwartet uns in Luxor. Kaum fahren wir in die Stadt hinein, springen uns fette, hässliche und vor allem nackte Menschen ins Blickfeld. Was ist denn hier los?
Pauschaltouristen, die auf Kreuzfahrtschiffen den Nil gezeigt bekommen! Oh Gott, zieh Dir was an, denke ich fremdschämend, als ich eine ältere Dame ohne BH, im Spaghettitop und Hotpants die Corniche entlang schlendern sehe. Zum ersten Mal, seit ich im Land bin, bewundere ich die Ägypter: für ihre Toleranz.

Pauschaltouristen auf Nilkreuzfahrt, mitten in Luxor an der Promenade
Pauschaltouristen, die auf Kreuzfahrtschiffen den Nil gezeigt bekommen! Oh Gott, zieh Dir was an, denke ich fremdschämend, als ich eine ältere Dame ohne BH, im Spaghettitop und Hotpants die Corniche entlang schlendern sehe. Zum ersten Mal, seit ich im Land bin, bewundere ich die Ägypter: für ihre Toleranz.

Pauschaltouristen auf Nilkreuzfahrt, mitten in Luxor an der Promenade
06/02: Oase Dakhla

Mitten in der ägyptischen Wüste liegt die Oase Dakhla. Wir besuchen einen Ksour, einen sehr alten, leider verlassenen Stadtteil aus Lehm.
Das Licht fällt malerisch durch die kleinen Fenster und das Klima zwischen diesen dicken Lehmwänden ist kühl und angenehm. Über den Türen stehen in Palmholz Sprüche aus dem Koran. Im Zentrum des Ksours finden wir ein altes Gerichtsgebäude mit leeren Wandnischen, in denen früher die Gesetzesrollen griffbereit lagen. Auf einer Empore saßen wohl die Richter, während Kläger und Beklagte tiefer auf dem Boden auf ein Urteil in ihrer Sache warteten.

Aber auch hier lässt einen das moderne, bürokratisch korrupte Ägypten nicht allein. Ein "Polizeiführer" muss mit. Der Typ spricht kein Englisch, stinkt und stellt unverschämte Geldforderungen. Egal, schön ists hier und ich kann nicht nachvollziehen, warum sich die heutigen Dorfbewohner die schlecht gemauerten und nur halb verputzten Einzimmerbauten diesen schönen Lehmpalästen vorziehen.
05/02: Wüstencamp
Ein Wüstencamp, das geht so: man fährt irgendwann von der Straße ab und dorthin, wo es einem gefällt. Wenn die Sonne untergeht, dick und rot am Horizont, dann kocht man was Schönes, setzt sich auf die Campingstühle und schaut den Sternen beim Wandern zu. Keine Stadt zu sehen, keine Lichter und kein Lärm.
Katzmat trabt über die Dünen, während Tara (die alte Labrador-Lady von Erich und Alexandra) reihum schmusen kommt.
Das Leben ist herrlich.
Katzmat trabt über die Dünen, während Tara (die alte Labrador-Lady von Erich und Alexandra) reihum schmusen kommt.
Das Leben ist herrlich.
04/02: Ab in die Wüste

Wir verlassen Kairo und fahren durch die schwarze und weiße Wüste. Eine schöne Tour, weites Land, frische Luft und bizarre Felsenformationen. Ruhe und Entspannung...

03/02: Idyll am Nilufer
Dieser idyllische Kanal liegt vor unserem Campingplatz. Schneeweiße Reiher stochern begeistert im Aas und der schwere Ruf des heimischen Graubülbüls schallt weit über das Plastik.

Heute morgen wurde diese paradisische Ruhe jäh gestört: schweres Gerät baggerte den angestauten Müll über den dezent grauen Betonwehr. Trotz Krach eine sinnvolle Maßnahme! Jetzt kann das Nilwasser wieder fließen und all die fruchtbaren Gemüsegärten stadtabwärts bewässern.

Heute morgen wurde diese paradisische Ruhe jäh gestört: schweres Gerät baggerte den angestauten Müll über den dezent grauen Betonwehr. Trotz Krach eine sinnvolle Maßnahme! Jetzt kann das Nilwasser wieder fließen und all die fruchtbaren Gemüsegärten stadtabwärts bewässern.